Gebündelte Synergie für eine nachhaltige Entwicklung Marokkos?
Mit der Gründung des Deutsch-Marokkanischen Kompetenznetzwerks (DMK) e.V. am 07. März 2009, schlossen sich marokkanischstämmige Expertinnen und Experten (*) aus verschiedenen Fachbereichen und Regionen in Deutschland und Marokko, wo sie herstammen zusammen. Ziel des Netzwerkes ist die Förderung nachhaltiger Entwicklung in Marokko und eine starke Unterstützung der Integration marokkanischstämmiger Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Dabei soll eine bessere Nutzung gemeinsamer Potentiale helfen.
Durch den Ehrenvorsitz der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Frau Wieczorek-Zeul und des Botschafters des Königreichs Marokko in Berlin, S.E. Herr Rachid Bouhlal, hat der Verein eine wertvolle Unterstützung gewinnen können. Das Kompetenznetzwerk hat in seiner Gründungsversammlung am 07. März 2009 einen geschäftsführenden Vorstand gewählt. Als Vorsitzender wurde der Informatiker, Dr. Hachim Haddouti, und die Soziologin, Frau Dr. Soraya Moket als Stellvertretende Vorsitzende gewählt. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden der Betriebswirt Herr Aziz Boutich und die Politikwissenschaftlerin Frau Malika Bouziane gewählt.
Intensive und enge Kooperationen mit deutschen entwicklungspolitischen Institutionen und Organisationen wie die GTZ, CIM und WUS bieten die Möglichkeit gemeinsam den Herausforderungen der heutigen Entwicklungspolitik zu begegnen. Der Verein will hierfür einen kooperativen Rahmen für eine nachhaltige und vertrauensvolle Entwicklungspolitik in Marokko schaffen.
Das zunächst als Marokkanisches Kompetenzen-Forum in Deutschland (MKFD) im Mai 2007 gegründete Netzwerk hat sich in das am 07. März 2009 neu gegründete Deutsch-Marokkanische Kompetenznetzwerk (DMK) e.V. mit Hauptsitz in München gewandelt. Das DMK wird in Deutschland und Marokko als juristische Person agieren.
Das Deutsch-Marokkanische Kompetenznetzwerk versteht sich als Mittler zwischen Deutschland und Marokko; dabei sollen die Synergien seiner in Deutschland lebenden marokkanischstämmigen Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen und Disziplinen gebündelt und effizient eingesetzt werden.
Durch Vorträge und Wissenstransfer will das interdisziplinär ausgerichtete Team auch bei der Organisation von Marketing-Kampagnen deutscher Industrien und Hochschulen in Marokko mitwirken und damit den Weg für die Entwicklung von Kompetenznetzwerken ebnen.
Das Deutsch-Marokkanische Kompetenznetzwerk verfolgt das Ziel, neben der Erweiterung und Vertiefung von Kooperationen zwischen Marokko und Deutschland auch einen beratenden Rahmen für die Entwicklung, Ausarbeitung und Durchsetzung bereichsspezifischer Strategien zu schaffen. Ferner soll der Technologietransfer gefördert und Investitionsvorhaben in Marokko unterstützt werden. Hierfür wird das Kompetenznetzwerk eigene Projekte entwickeln; einige Einzelprojekte sind zum Teil schon entwickelt worden, die sich an den lokalen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedürfnissen Marokkos orientieren.
Die engagierten und ehrenamtlich mitwirkenden Mitglieder des DMK e.V. haben sich zum Ziel gesetzt, sozio-ökonomische, wissenschaftliche, kulturelle und künstlerische Projekte sowie Projekte auf dem Gebiet Gesundheit und erneuerbare Energie zu entwickeln und deren Durchführung unterstützend zu begleiten. Um die definierten Ziele zu erreichen, gliedert sich der Verein in zwölf Arbeitsgruppen mit jeweils einem Themenschwerpunkt. Neben Themen wie erneuerbare Energie & Umwelt, Medizin, Forschung & Lehre umfasst das Netzwerk auch die Arbeitsbereiche Jugend, Sport Soziales & Kultur als auch Musik & Kunst. Dabei haben insbesondere Projekte in den letztgenannten Bereichen auch marokkanischenstämmige Bürgerinnen und Bürger in Deutschland als Zielgruppe, um damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung ihrer Integration in Deutschland und zur Förderung ihrer doppelten Identität zu leisten.
(*) Statistik: Derzeit zählt das Netzwerk 700 Benutzer. Ca 20 % sind im IT-Bereich tätig, 13 % in Automobile/Automotive, 9% im Sozial- und Kulturbereich, 5 % auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien und Umwelt, 5 % Forschung und Lehre. 30% leben in Bayern, 21 % in Hessen, 18 % in NRW, 15 % in BW und 12 % Berlin. Der Frauenanteil liegt bei 15 %.
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